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125 Jahre FFW Lederdorn

Am 10. und 11. Juni feierte unsere Patenfeuerwehr im kleinen Rahmen ihr 125-jähriges Bestehen. Natürlich waren wir da auch mit dabei.

Zeitungsbericht der "Bayerwald Echo, Ausgabe Ost" vom 15.6.2023:

Großes Festwochenende der Feuerwehr Lederdorn

125-Jähriges der Wehr, 50-Jähriges der Jugendfeuerwehr und die Kinderolympiade begangen

Lederdorn. „Wir feiern die Feuerwehr, das Ehrenamt und heute besonders die Menschen dahinter!“ Dies betonte Markus Weber, der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr, die am vergangenen Wochenende doppelten Grund zum Feiern hatte. Im Rahmen eines Sommerfestes feierte man „50 Jahre Jugendfeuerwehr Lederdorn“ und auch „125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lederdorn“.
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Jugendfeuerwehr. So fand die Sammelabnahme des Jugendleistungsabzeichens für den KBI-Bereich Kötzting 50 Jahre nach der ersten Jugendleistungsprüfung im Inspektionsbereich durch die FF Lederdorn statt. Beim Festabend stand ein Quiz Jung gegen Alt unter der Moderation von Max Altmann mit Musik vom Gänsbergduo im Mittelpunkt. Spiel eins gewannen die Bürgermeister Stefan Baumgartner und Franz Kopp gegen die Jugendfeuerwehr Lederdorn. Spiel zwei gewann die Jugendfeuerwehr Runding gegen die Jugendfeuerwehr Lederdorn. Beim Spiel drei siegte die Feuerwehrführung gegen die Jugendfeuerwehr Lederdorn. Beim Spiel vier setzte sich die Jugendfeuerwehr Lederdorn gegen Vertreter der ersten Jugendgruppe (Xaver Heigl und Johann Weber) durch. Schließlich gewann bei Spiel fünf die Jugendfeuerwehr Lederdorn gegen den aktuellen Kommandanten und Vorstand.
Die Jugendfeuerwehr der Lederdorner Feuerwehr wurde am 3. Februar 1973 gegründet. Im Februar 1973 legte diese erste Jugendgruppe im ehemaligen Altlandkreis Kötzting die Leistungsprüfung mit 14 Feuerwehranwärtern ab. Bislang legten 21 Gruppen die Leistungsprüfung ab.
Der Festsonntag stand ganz im Zeichen des 125-Jährigen der Feuerwehr Lederdorn. Zusammen mit dem Patenverein aus Runding, den Dorfvereinen und den Feuerwehren der Gemeinde Chamerau bewegte sich der Kirchenzug vom Gemeinschaftshaus zur Marienkirche. Vorstand Markus Weber zeigte sich über die rege Teilnahme erfreut und bot Bürgermeister Stefan Baumgartner mit den Gemeinderäten, Nachbarbürgermeister Franz Kopp und stellvertretendem Landrat Markus Müller einen besonderen Gruß. Auch zahlreiche aktive und ehemalige Feuerwehrführungskräfte wie KBI Andreas Bergbauer und sein Vorgänger Michael Wensauer waren zur Feier gekommen. Stellvertretend für alle Partner im Einsatz galt dem Leiter der Kötztinger Polizeiinspektion, Christian Pongratz, ein besonderer Gruß. Gekommen war auch das Ehrenmitglied Karl-Heinz Würges aus Kirrlach. Den Festgottesdienst zelebrierte Ruhestandspfarrer Stanislaw Slabon, unterstützt von Diakon Harald Schneider. „Wir feiern eine Feuerwehr, eine freiwillige Hilfsorganisation, wir feiern das Ehrenamt, auch einen Dorfverein, ein Stück Heimat, Tradition und die Menschen dahinter und drumherum“, betonte Feuerwehrvorstand Weber. Wie er ausführte, denke man bei einem Feuerwehrjubiläum in erster Linie an die Hilfe in Notfällen. Der Vorstand erinnerte an den Kötztinger Stadtbrand 1899, welchem viele Brandeinsätze wie 1925 in Meinzing, 1944 nach Bombeneinschlag in Moos, 1954 bei klirrender Kälte in der Lederdorner Ortsmitte folgten. Auch überörtlich wie zu Großbränden in Pösing oder Eschlkam wurde die Wehr gerufen. 1981 rückte die Feuerwehr Lederdorn zum ersten Unfalleinsatz mit Spreizer und Schere nach Ried aus. Überregionale Hochwasser forderten die Wehr genauso wie Unwetterkatastrophen im eigenen Ort. So geht das Jahr 2016 mit 100 Einsätzen als einsatzstärkstes in die Geschichte ein.
Nach den Worten von Weber prägt die Geschichte der Wehr auch die technische und bauliche Entwicklung. Das Gemeinschaftshaus sei seit über 40 Jahren der Mittelpunkt der Feuerwehr. Eine Handspritze diente in den Anfangsjahren als Löschmittel. 1968 war ein TSF, ein Ford Transit, das erste Fahrzeug. Einen Höhepunkt stelle das HLF 10 dar, welches 2018 in Betrieb genommen wurde. Wesentlich für die Entwicklung waren allerdings, so Weber, die vielen Kameradinnen und Kameraden.
Bürgermeister Baumgartner nannte das Ehrenamt in der Feuerwehr die wichtigste Freizeitbeschäftigung überhaupt. Vizelandrat Markus Müller gratulierte der FFW Lederdorn. „Eine kleine, aber feine Feuerwehr“, so der stellvertretende Landrat. Nicht zuletzt mit dem ehemaligen Kommandanten Johann Weber und Andreas Bergbauer habe die Wehr auch landkreisweit Bedeutung.
Den anerkennenden Worten schloss sich KBI Andreas Bergbauer, selbst aktives Mitglied und langjähriger Jugendwart der Wehr, an. Am Nachmittag fand die 16. Kinderolympiade mit Spielen rund ums Thema Feuerwehr statt. Insgesamt 47 Teilnehmer (Kind und Erwachsener)gingen an den Start. cft

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