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Dachstuhlbrand in Perwolfing am 7.6.16

Zeitungsbericht des „Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost” vom 8.6.2016:

Feuer zerstört Wohnhaus am Blauberg

Brand Eine 65-jährige Frau mit Tochter und Enkelkind haben ihr Heim verloren. Die Frau erlitt eine leichte Rauchvergiftung. Die Brandursache ist noch ungeklärt.

Von Ernst Fischer

Runding. “Wohnhausbrand - Personen in Gefahr!” - Es war genau 10.56 Uhr am Dienstagvormittag, als die Notrufzentrale diesen Alarm absetzte. Das Dachgeschoss in einem Wohnhaus im Rundinger Ortsteil Fludern stand in Flammen: Großalarm für elf Feuerwehren. Nach eineinhalb Stunden war das Feuer unter Kontrolle. Ursache vorläufig noch unbekannt. Brandermittler der Polizei versuchen die Frage zu klären. Der Sachschaden wird auf über 100 000 Euro geschätzt.

Personen waren zum Glück nicht im Haus, als das Feuer ausbrach. Die 65-jährige Hausbesitzerin hatte gerade draußen im Garten zu tun, als sie plötzlich ein Prasseln hörte. Und als sie nach oben schaute, schlugen schon schwere Rauchwolken aus dem Dach. Per Telefon setzte sie einen Notruf ab.

Sanitäter des Roten Kreuzes mussten die Frau später im Sanka versorgen mit Verdacht auf eine leichte Rauchvergiftung. Glück im Unglück: Die Tochter und das kleine Enkelkind, die ebenfalls mit im Haus wohnen, waren zu dieser Zeit nicht zuhause.

Elf Feuerwehren rückten an

Schon bis aus Cham war die Rauchwolke über dem Brandort oben unter den letzten Häusern am Blauberg zu sehen. Als die alarmierten Feuerwehren anrückten., schlugen auch bereits offene Flammen aus dem Dach.

Kreisbrandinspektor Marco Greil setzte als Einsatzleiter mit einer Nachalarmierung insgesamt elf Feuerwehren in Marsch aus Niederrunding, Runding, Rieding, Walting, Kothmaißling, Windischbergerdorf, Chamerau, Lederdorn, Weiding. Aus Cham rückte das Tanklöschfahrzeug mit Drehleiter an. Und aus Furth im Wald wurde der Gerätewagen Atemschutz zusätzlich gerufen.

Für Löschwasser konnten zwei Hydranten in der Wohnsiedlung genutzt werden. Dazu wurden zwei Kilometer Schlauchleitung gelegt bis zum Perwolfinger Weiher und dem Blauberger See.

Sachschaden: über 100 000 Euro

Der Brand wurde von oben mit der Drehleiter bekämpft. Im Inneren des Hauses starteten Atemschutztrupps einen “massiven Löschangriff über die Dachbodentreppe”, wie es Einsatzleiter Marco Greil formulierte. Das Problem: Das Feuer war nach ersten Eindrücken in der Mitte des Dachbodens in der Nähe des Treppenaufgangs ausgebrochen und konnte sich über den Spitzboden ungehindert ausbreiten.

Nach eineinhalb Stunden war der Brand unter Kontrolle. Atemschutztrupps waren aber weiter im Einsatz. Sie trugen den Fehlboden unter dem Dach ab und spürten mit Wärmebildkameras auch letzte Glutnester auf.

Der Brandschaden ließ sich am Brandort noch nicht beziffern. Die 65-jährige Hausbesitzerin und ihre Tochter mit Enkelkind sind durch das Feuer schwer getroffen. Das Haus werde wohl einige Zeit unbewohnbar bleiben, sagte der Kreisbrandinspektor. Das Feuer konnte zwar im Dachgeschoss gehalten werden. Trotz einer Betondecke ist aber auch das Erdgeschoss durch den Rauch schwer beschädigt.

Zur Brandursache gab es vor Ort noch keine Erkenntnisse. Brandermittler der Polizei nahmen ihre Arbeit auf, als die Räume gegen 13 Uhr wieder betreten werden konnten. Die Chamer Beamten arbeiten dabei “in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizei Regensburg” heißt es in einer Pressemittelung vom Dienstagnachmittag. Der Brandschaden wird dort von der Polizei mit “über 100 000 Euro” angegeben.

 

Einsatzzeit: 7. Juni 2016, 10.56 Uhr
Ort: Perwolfing
Dauer:  5 Stunden
eingesetztes Gerät: TLF 16/25, TSF, 14 PA, Schlauchmaterial, Wärmebildkamera
eigene Einsatzkräfte 28


 
 
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Letzte Änderung: 09. Juni 2016 von Webmaster