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Dachstuhlbrand in Rissing am 19.11.15

Zeitungsbericht des „Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost” vom 20.11.2015:

Dachstuhl brennt in Rissing FFW kämpft gegen Sturm

EINSATZ Heftige Windböen machten aus dem Dachgeschoss innerhalb von Minuten eine Gluthölle

Von Johannes Schiedermeier

Rissing. Der erste Zeuge sieht im Vorbeifahren nur eine dünne Rauchfahne zwischen den Kaminen des Anwesens Rissing 36. Um 16.18 Uhr löst sein Anruf Alarm bei der Feuerwehr aus. Als Kreisbrandinspektor Marco Greil in Rissing eintrifft, durchschlagen die ersten Flammen die Dachhaut. Bereits kurze Zeit später ist die Hitze im Dachstuhl so groß, dass die Fensterscheiben platzen.

Die Großmutter und die Enkeltochter des Brandleiders haben das Haus bereits verlassen, als der Rettungsdienst eintrifft. Das Feuer wird an diesem Tag keinen Verletzten fordern. Am Ende aber wird die Polizei feststellen, dass 250000 Euro Schaden entstanden sind und derzeit noch keine Brandursache mitgeteilt werden kann.

Das Haus ist unbewohnbar. Die Brandleiderin steht fassungslos vor dem Brand und erzählt: “Wir wissen nicht, was passiert ist. Die Oma ist der Tochter entgegengekommen und hat gerufen: Schnell, bei uns brennt's. Ich war gerade Äpfel holen und habe dann den Anruf gekriegt, dass ich schnell heimkommen soll. Da war es aber längst zu spät.” Die Familie wird einstweilen bei der Verwandtschaft unterkommen. Auch die Nachbarn bieten vor Ort spontan Hilfe an. Was nicht verbrannt ist, ist verraucht oder trieft vom Löschwasser.

19 Feuerwehren sind alarmiert und vollbringen innerhalb kürzester Zeit eine logistische Meisterleistung. Sie legen zwei 500 Meter lange Schlauchleitungen zu einem Löschweiher unterhalb Rissing. Dazu eine Leitung zu einer 250 Meter entfernten Zisterne und zum Hydranten. 1,5 Kilometer Schlauch insgesamt. Das erweist sich als dringend nötig, weil die heftigen Windböen bis gegen 16 Uhr das Feuer aus allen Ritzen des Dachstuhls schlagen lassen.

Atemschutzträger brechen durch das Glas der Balkontüren zum Innenangriff durch, weil die offene Treppe weggebrannt ist. Weitere Trupps steigen auf das Dach, werfen Hunderte von Ziegeln herunter, decken immer neue Glutnester auf und löschen sie ab. Nach gut einer Dreiviertelstunde geht dem Feuer die Luft aus. Wegen der Windes, der auf dieser Anhöhe immer bläst, wird die ganze Nacht eine Feuerwache aufgestellt, sagt der stellvertretende Kreisbrandrat Michael Stahl, bevor die Feuerwehr gegen 17 Uhr einen Großteil ihrer Kräfte abzieht.

Die Polizeiinspektion Cham führt weitere Ermittlungen zur Brandursache durch.

 

Einsatzzeit: 19. November 2015, 15.43 Uhr
Ort: Rissing
Dauer:  2 Stunden
eingesetztes Gerät: TLF 16/25, 4 PA, Wärmebildkamera
eigene Einsatzkräfte 19


 
 
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Letzte Änderung: 24. November 2015 von Webmaster