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Gemeinschaftsübung im Rahmen der Feuerwehraktionswoche am 25.9.15 in Niederrunding

Horrorszenario verlangt Einsatzkräften alles ab

Großübung: Feuerwehr und BRK üben Hand in Hand

Niederrunding. „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ „Das ist mal was ganz anderes“. Wenn erfahrene Einsatzkräfte sich nach einer Übung im Rahmen der Aktionswoche so äußern, dann muss schon etwas Besonderes von ihnen verlangt worden sein. Kreisbrandinspektor Marco Greil und seine Kreisbrandmeister hatten für die Übung im Bereich von Anton Bierl genau solch ein Horrorszenario konstruiert, das am vergangenen Freitag rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr und BRK mit all ihren Gerätschaften und Können forderte.

Um 19:00 Uhr gab KBI Marco Greil per Funk den Einsatzbefehl für die Wehren aus den Gemeinden Runding und Weiding, sowie Windischbergerdorf, Kothmaißling und Cham mit Rüst- und Löschzug. Auch für die Kräfte von zwei Rettungswagen des BRK und Notarzt galt die Meldung: „Brand der LKW – Werkstatt nach Explosion bei der Baufirma Walter Bauer im Industriegebiet Runding – Langwitz. Mehrere Personen sind noch in der Werkstatt. Eine Person ist neben der Werkstatt unter einer Stahlplatte eingeklemmt. Eine Person ist in eine Spundwand gefallen. Mehrere Personen befinden sich auf dem Vordach beim Notausstieg an der Rückseite des Gebäudes.

Nacheinander rückten die Feuerwehren je nach Entfernung vom Einsatzort an: Die Ortsfeuerwehr Niederrunding, mit Kommandant Mario Klein, der die Einsatzleitung übernahm, begann zusammen mit der FFW Runding mit der Brandbekämpfung im Gebäude und der Vermisstensuche. Unter schwerem Atemschutz drangen zwei Trupps in die vernebelte Werkstatthalle und bargen zwei Verletzte. Bei der Überwachung der Atemschutzträger unterstütze der Einsatzleitwagen der FFW Cham. Die Wasserversorgung wurde durch Leitungen von zwei Oberflurhydranten hergestellt (FFW Windischbergerdorf, Raindorf, Dalking, Pinzing). Die Weidinger Kameraden kümmerten sich um den eingeklemmten Arbeiter, indem sie die Stahlplatte mit Hebekissen und Spreitzer anhoben und stabilisierten. Die Chamer Feuerwehr war gleich doppelt gefordert: Tanklöschfahrzeug und Drehleiter evakuierten die Personen vom Dach und gingen dann mit Atemschutzgeräteträgern zur Brandbekämpfung aus der Höhe über. Der Rüstzug kümmerte sich um die gestürzte Person im Spundschacht. Mit Hilfe von Leitern, Kran, Trage und viel Man- Power wurde der Verletzte gerettet. Die FFW Kothmaißling übernahm die Brandbekämpfung vom hinteren Teil des Gebäudes aus und prüfte dabei die Wasserentnahme aus einem Spezialschacht, der das Oberflächenwasser des Geländes aufnimmt. Die FFW Rieding konnte mit ihrer Lichtaustattung die Ausleuchtung des Hubschrauberlandeplatzes übernehmen. Alle Darsteller waren vor dem Beginn der Übung mit Schminke zu „realitätsnahen“ Verletzten gemacht worden. Nachdem sie geborgen waren kümmerten sich Notarzt und Sanitäter vom BRK fachgerecht um sie.

Bei der abschließenden Besprechung gab es viel Lob von Seiten der Führungskräfte. KBM Anton Bierl zeigte sich zufrieden mit dem organisierten Ablauf der sehr komplexen Übung. Ebenso freute ihn die zahlreiche Teilnahme der FFWler und die gute Zusammenarbeit mit dem BRK. Er bedankte sich bei Eigentümer Walter Bauer für die Erlaubnis am Objekt üben zu dürfen. Die Übung habe gezeigt, dass in der Rettungskette jedes Glied wichtig ist: Von der kleinen Ortsfeuerwehr mit ihrem TSF, über die Spezialgeräte der größeren Wehren bis hin zum BRK, das die Verletzten auch versorgt.

KBI Marco Greil zollte ebenfalls seinen Kameraden Respekt: Die einzelnen Eckzeiten für Personenrettung, Erstellung der Wasserversorgung und Brandbekämpfung waren im Rahmen. Am schwierigsten war die Bergung der gestürzten Person aus dem engen Spundschacht. Hier freute er sich über die reibungslose Zusammenarbeit von Rettungsdienst und Feuerwehr. Er dankte auch allen anwesenden Damen für ihren Dienst bei der Feuerwehr: Das Thema der diesjährigen Aktionswoche lautet ja: „Frauen zu der Feuerwehr“. Gerade zu den personalschwachen Alarmzeiten tagsüber könnten sie eine wichtige Stütze der Mannschaften sein.

Tobias Muhr, Einsatzleiter des BRK, bedankte sich für die Einladung seiner Kräfte zu dieser Übung. Die Vertiefung der Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst komme schließlich vor allem den Patienten zu Gute.

Rundings Zweiter Bürgermeister Markus Griesbeck zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Teilnehmern der Übung und stellte die Wichtigkeit von Ortskenntnissen heraus, die durch viele verschieden Übungsobjekte erreicht werden.

Eigentümer Walter Bauer zollte den Einsatzkräften Respekt dafür, wie sicher und schnell sie mit den vielen, teils schwierigen Spezialgeräten umgehen können. Dies zeige den hohen Ausbildungsstand der Leute und dass man sich auf sie verlassen könne. Gleichzeitig hoffte er, nie auf die Hilfe angewiesen zu sein. Als Zeichen der Wertschätzung ihrer Arbeit, lud er alle Teilnehmer zu einer Brotzeit ein.

 

Übungszeit:  25. September 2015, 19.00 Uhr
Ort:  Niederrunding
Dauer:  2 Stunden
Eingesetztes Gerät:  TLF 16/25, TSF, TS, Schlauchmaterial, 4 PA, Beleuchtung
eigene Einsatzkräfte:  25


 
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Letzte Änderung: 28. September 2015 von Webmaster