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Gemeinschaftsübung am 26.6.15 in Maiberg

Zeitungsartikel aus dem „Bayerwald Echo, Schwerpunkt Ost” vom 29.6.2014:

Wehren rüsteten sich für den Ernstfall
 
AUSBILDUNG Bei einer Großübung am Maiberg mussten die Wehren einen Bauernhof gegen die „Flammen verteidigen“ – und das unter realistischen Bedingungen.

Runding. Abermals widmete man sich in der Gemeinde Runding bei einer Gemeinschaftsübung der Löschwasserversorgung im Außenbereich. Zuletzt hatte die Feuerwehr Niederrunding gemeinsam mit den umliegenden Feuerwehren einen “Brand” bei den abgelegenen Familienhäusern zwischen Perwolfing und Kothmaissling angenommen. Auch bei der Übung des gesamten KBM-Bereiches von Anton Bierl suchte man sich kein leichtes Objekt aus. Für die Planungen zeigte sich die Feuerwehr Runding mit Einsatzleiter Sebastian Greil zuständig.

“Eine gute Leitung ist wichtig”

Pünktlich um 19.30 Uhr ereilte die Feuerwehren aus Runding, Lederdorn, Rieding, Raindorf, Niederrunding, Walting, Bärndorf, Kothmaißling, Chamerau, Windischbergerdorf, Weiding, Dalking und Pinzing der Funkruf: “Vollbrand einer Werkstatt beim landwirtschaftlichen Anwesen Pöschl am Maiberg, zwei Personen sind vermisst, das Feuer hat bereits auf die Scheune übergegriffen.” Der Aufbau der ersten Leitung ging ziemlich schnell vonstatten. Dazu wurde der Bach an der Breitensteinmühle aufgestaut. Rund 1000 Liter wurden so pro Minute Richtung Übungsgelände transportiert. Laut KBM Anton Bierl sei hier, trotz der trockenen Witterung der letzten Tage, noch eine zweite Leitung mit eben solcher Menge an Wasser möglich gewesen. Als zeitaufwendiger erwies sich der Aufbau der zweiten Leitung von der 150 Kubikmeter fassenden Zisterne in der Rundinger Ortsmitte aus. Trotz vollem Einsatz dauerte es rund 40 Minuten, bis das Löschwasser am angenommenen Brandobjekt ankam.

Eine realistische Zeit, wie Einsatzleiter und Kreisbrandmeister anmerkten. Schließlich seien 1,4 Kilometer Strecke mit den B-Schläuchen zu überwinden gewesen. Wie gefordert, hatten die Feuerwehren erst mit der Auslegung ihrer Schläuche angefangen, wenn die vorhergehende Feuerwehr mit ihrem Aufbau fertig war. Wenn alle gleichzeitig ihren Teil der Strecke aufbauen würden, entstünde Chaos, so Bierl. “Wenn es brennt, dann brennt es länger und die erste Sicherung könnte durch die Leitung 1 vorgenommen werden. Dann sei es wichtig, dass eine gute Leitung steht, die sehr viel Wasser herbringt. Dies sei dann mit der zweiten Leitung abgedeckt.” Bei einem Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen wäre im Ernstfall der Aufwand natürlich viel größer. Dies hatte man vor einigen Wochen beim Brand der Stallungen in Ränkam erlebt, denn die Tierrettung habe Vorrang.

Darum sei eine Absperrung der vielbefahrenen Straße zwischen Mühlen und Runding ebenso wichtig. Diese müsse vor allem wegen den Einsatz- und Rettungsfahrzeugen, aber auch wegen der großen Zahl an Viehtransporten für die evakuierten Rinder freigehalten werden. Die Atemschutztrupps der Feuerwehren kamen ebenso zum Einsatz und retteten die vermissten zwei Personen aus dem verrauchten Gebäude.

Großes Lob vom Bürgermeister

Einsatzleiter Sebastian Greil dankte bei der Abschlussbesprechung allen teilnehmenden Feuerwehren des KBM-Bereiches. Sein besonderer Gruß galt den Feuerwehrkameraden aus Bärndorf, Lederdorn und Chamerau, die aufgrund der örtlichen Gegebenheiten auch für die Übung in direkter Nachbarschaft ihr Kommen zugesagt hatten. Willkommen hieß er auch den Weidinger Bürgermeister Daniel Paul sowie den Rundinger Gemeindechef Franz Piendl. Dieser zeigte sich von der Leistung an diesem Übungstag schwer beeindruckt.

Vor allem, dass viele junge Floriansjünger, aber auch Feuerwehrdamen an dieser Großübung teilgenommen haben, freute ihn. Der Dank der Verantwortlichen richtete sich an die Familie Pöschl, die ihr landwirtschaftliches Anwesen für den Abend zur Verfügung gestellt hatte. Im Sommer 1980 war der Hof von einem schweren Brand heimgesucht worden. Damals fielen sämtliche landwirtschaftlichen Gebäude dem Feuer zum Opfer. Rinder liefen vor Angst panisch aus dem Stall, und aufgrund der Hitzeentwicklung konnten auch die angrenzenden Nachbarn nicht mehr in ihr Haus. Tagelang waren die Feuerwehrleute mit der Bekämpfung von Glutnestern und dem Aufräumen beschäftigt. Darum brauchte Kommandant Greil die Familie Pöschl gar nicht lange bitten für eine Zusage: “Wenn es brennt, sind wir auch froh, wenn ihr kommt!” (cmi)

 

Übungszeit:  26. Juni 2015, 19.30 Uhr
Ort:  Maiberg
Dauer:  2 Stunden
Eingesetztes Gerät:  TLF 16/25, TSF, TS, Schlauchmaterial, Wasserwerfer, 2 PA
eigene Einsatzkräfte:  30


 
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Letzte Änderung: 26. September 2015 von Webmaster