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Frühjahresdienstversammlung am 15.3.15

Zeitungsbericht des „Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost” vom 16.3.2015:

Wehren plagen Nachwuchssorgen

JAHRESTREFFEN Bei den Wehren im Inspektionsbereich wurde 2014 der wachsende Aufwand, junge Mitglieder zu finden, nicht honoriert.

CHAM. Das Blau der Feuerwehruniformen war am Sonntagvormittag im Hotel am Regenbogen dominant. Kreisbrandinspektor Marco Greil listete im vollbesetzten Saal 754 Einsätze 2014 auf, sprach von einem “verhältnismäßig ruhigen Einsatzjahr” für die gut 2400 Aktiven in den 47 Wehren des Inspektionsbereiches, dazu gehören 5573 passive Mitglieder.

Von den 754 Einsätzen waren 108Brandeinsätze, angefangen vom Wohnungsbrand über Autobrände, Keller und Werkstattbrände sowie Kamin- und Scheunenbrände. Einer der größten Einätze im letzten Jahr war der Scheunenbrand am Ostersonntag in Raindorf.

Haupteinsatzgebiet: Unfälle

Zu Technischen Hilfeleistungen wurden die Wehren 344 Mal gerufen. Darunter sehr viele Verkehrsunfälle, zwei auf der B 22 mit tödlichem Ausgang. Weiter waren die Wehren bei Ölspuren ebenso im Einsatz wie bei Verkehrsregelungen und Personensuchen. Hinzu kamen Unwettereinsätze.

50 Mal wurde ein Fehlalarm ausgelöst durch Brandmelder oder falsche Alarmmeldungen. Bei 78 Veranstaltungen, Wettbewerben und Umzügen leisteten die Feuerwehren Unterstützung.

Im Bereich der Ausbildungen und Lehrgänge konnten 47 Abnahmen zum Leistungsabzeichen “Die Gruppe im Löscheinsatz” und drei Abnahmen “Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz bilanziert werden. Am Atemschutzleistungswettbewerb in Furth im Wald nahmen aus dem Inspektionsbereich neun Wehren teil.

Am Landes-Leistungswettbewerb in Südtirol war die FF Runding mit einer Gruppe vertreten. Weiter wurden zwei Truppmannlehrgänge durchgeführt. In Runding waren es 45 und in Pemfling 29 Teilnehmer. Erfolgreich war auch ein Maschinistenlehrgang in Pemfling mit 42 Teilnehmern. Bei einem Atemschutzlehrgang gemeinsam mit dem Bereich Roding waren es 44 Teilnehmer. Weiter wurden aus fünf Wehren mehrere Aktive mit dem sogenannten Feuerwehr-Führerschein ausgebildet.

In jedem Kreisbrandmeisterbereich wurden auch erste Ausbildungsveranstaltungen mit den neuen Digitalfunkgeräten abgehalten. Greil zeigte sich erfreut, dass aus dem KBI-Bereich 51 Feuerwehrler Lehrgänge an der staatlichen Feuerwehrschule mit Erfolg abgeschlossen haben.

Knapp 125 000 Euro investiert

Der Kreisbrandinspektor ging auch auf die Unterstützung durch den Förderverein ein. So wurde in einen sogenannten “Firetrainer” die Summe von 6000 Euro investiert. Er steht in Kürze allen Wehren des Inspektionsbereiches zur Verfügung. Mit der Anschaffung können verschiedene Brände und deren Bekämpfung simuliert werden.

Dank zollte er auch den Feuerwehrvereinen, die im letzten Jahr insgessamt 124550 Euro in Anschaffungen von Vereinsmittel investiert haben.

Greil gab bekannt, dass nun seit wenigen Wochen alle Kreisbrandmeister im Landkreis die “Blaulichtberechtigung” haben. “Gemeinsam sind wir stark” brachte er die Dankesworte für alle Feuerwehrler und Partner im Einsatz auf einen Nenner.

Über eine besondere Veranstaltung darf sich die Jugendfeuerwehr im Landkreis Cham freuen: Vom 4. bis 6. Juni findet in der Kreisstadt der Landesfeuerwehrjugendtag mit dem Landesentscheid Bayern der Jugendwettspiele statt.

Inspektionsjugendwartin Martina Feurer bedauerte in ihrem Bericht einen Rückgang an jugendlichen Mitgliedern um 42 auf 605 im Inspektionsbereich. 49 Prozent davon gehören der Altersklasse 16 bis 18 Jahre, die knappe Mehrheit ist zwischen zwölf und 15 Jahre alt. 42 der 47 Feuerwehren haben einen aktiven Nachwuchs. Zwölf davon kommen aus dem Kreisbrandmeisterbereich von Hans Hochmuth. In Ausbildung und Gruppenstunden investierten die Jugendlichen insgesamt 4016 Stunden, davon 2552 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung. In zwölf Abnahmen absolvierten 77 Teilnehmer die sogenannte Jugendflamme. Gut angenommen wurde der 37. Jugendwettbewerb und auch der Wissenstest. Für den Nachwuchs wurden auch vier Gemeinschaftsübungen in den jeweiligen Bereichen durchgeführt.

Über eine besondere Ehrung durfte sich schließlich die Feuerwehr des Chamer Stadtteil Vilzing freuen. Kreisbrandrat Johann Weber überreichte den Kommandanten Andreas Lankes und Heinrich Panzer eine Ehrenurkunde des Kreisfeuerwehrverbandes. Die Vilzinger Wehr legte im vergangenen sechs Leistungsprüfungen und eine Jugendleistungsprüfung ab und waren damit die aktivste Wehr im Landkreis. (cft)

Letzte Änderung: 24. März 2015 von Webmaster