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Jahreshauptversammlung 2014

 

 

Zeitungsbericht des „Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost” vom 29.12.2014:

Marco Greil war sichtlich gerührt

AUSZEICHNUNG „Eigentlich bin ich viel zu jung für solch eine Würdigung“, sagte der Kreisbrandinspektor, als ihn seine Heimatwehr zum Ehrenmitglied ernannte.

Runding. Eine besondere Ehre ist am Samstag Kreisbrandinspektor Marco Greil von Seiten seiner Heimatwehr zuteilgeworden. Die FF Runding ernannte ihn bei der Jahresversammlung in der Brauereigaststätte Brandl zum Ehrenmitglied. Greil war sichtlich überwältigt und merkte an, dass er doch eigentlich noch viel zu jung für solch eine Würdigung sei. Doch die von Vorsitzendem Hubert Scheubeck vorgetragenen Verdienste um die Rundinger Feuerwehr, insbesondere auf dem Sektor der Jugendarbeit, sprachen für sich. Greil besitzt sämtliche Ausbildungen vom Truppmann bis zum Verbandsführer und ist Abnahmeberechtigter der DJF im Landkreis.

Seit seiner Jugend übernahm er Verantwortung im Verein - zuerst als Jugendwart, dann als Verwaltungsrat und schlussendlich führte er die aktiven Kameraden fünf Jahre als Kommandant, bevor er 2013 zum Kreisbrandinspektor ernannt wurde. Bis dahin setzte er sich zwölf Jahre als Inspektionsjugendwart für die Belange und die Ausbildung des Nachwuchses ein, der ihm sehr am Herzen liegt.

Praktisch fast der gesamte Verwaltungsrat der FF Runding stellt sich aus der ehemaligen Jugendgruppe des damaligen Jugendwartes Greil zusammen. Er war es, der sie für die Feuerwehr und die Hilfe am Nächsten begeisterte. Besonders hervorzuheben sei laut Scheubeck der Umstand, dass sich Greil trotz vollen Terminkalenders immer wieder Zeit für seine Heimatwehr nimmt und diese so oft als möglich bei Veranstaltungen unterstützt.

Damenlöschgruppe im Fokus

Nachdem im vergangenen Jahr mit den Neuwahlen ein gewaltiger Umbruch im Verwaltungsrat stattgefunden hatte, stellte 2. Vorsitzender Sven Schmuderer die Besetzung der einzelnen Posten bei der Jahresversammlung nochmals vor. Er dankte den ausgeschiedenen Mitgliedern Anton Amberger, Marco Greil, Alfons Müller und Josef Steidl für ihre Arbeit.

Im Januar rückte, wie die Jahresbilanz zeigte, abermals die erste Damenlöschgruppe in den Fokus des Interesses - durch einen Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung und die Serie “Mitten in Bayern - Die großen Schlagzeilen Ostbayerns”. Bei den eigenen Veranstaltungen zählte Schmuderer die Rauchmelderübergabe, die Tagesskifahrt zum Hochkönig und das Hallenfest auf. Der Vereinsausflug führte nach Hallein und Salzburg.

Am 21. Februar findet die Tagesskifahrt 2015 statt. Diesmal geht es ins Skigebiet Flachau. Nähere Infos dazu geben Sebastian Greil und Hubert Jobst. Schmuderer hob besonders die Unterstützung durch die Mitglieder bei weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen als äußerst lobenswert hervor. Nach fünf Neuaufnahmen beträgt der aktuelle Mitgliederstand nun 376.

Kommandant Sebastian Greil berichtete vom aktiven Part des Vereins. Nach der jährlichen UVV-Unterweisung folgte eine Einzelübung mit Rettung einer bewusstlosen Person aus einem Schacht. Bei einem simulierten Verkehrsunfall musste eine eingeklemmte Person aus einem Fahrzeug befreit werden. Unterstützung erfuhr die Mannschaft hier von der FFW Lederdorn mit dem Rettungssatz.

Scheunenbrand forderte die Aktiven

Vor der Einweisung in das neue CO-Warngerät stand eine Übung zur Wasserentnahme am offenen Gewässer an. Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, probten die Rundinger eine Evakuierung des Bürogebäudes der Firma Maschinenbau Mühlbauer mit Hilfe der Drehleiter der FFW Cham. In fünf Gemeinschaftsübungen, der Absolvierung der Atemschutzübungsstrecke und drei Leistungsprüfungen festigten die Aktiven ihre Kenntnisse.

Am Ostermontag wurde die Rundinger Wehr zum Scheunenbrand nach Raindorf gerufen und war dort mit 29 Personen vertreten. Insgesamt dauerte der Einsatz 12,5 Stunden. Ein Balkon- und Dachstuhlbrand im Eschenweg forderte im September die Einsatzkräfte ebenfalls. Elf Personen waren dabei unter schwerem Atemschutz im Einsatz. In einem solchen Notfall kann die FF Runding auf mittlerweile 22 aktive Atemschutzgeräteträger mit gültiger G26 zurückgreifen, die durch Dr. Thomas Scheubeck bestens betreut und ausgebildet werden. In Meinzing half man bei der Bekämpfung eines Stallbrandes mit, bei dem die Scheune und ein Wohnhaus in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Keine andere Hilfsorganisation wäre in der Lage, so schnell zahlreiche Helfer auf den Weg zu schicken, wie die Feuerwehren, betonte Kreisbrandrat Johann Weber. So wie bei den Rundingern stehen die Feuerwehren vor allem auch bei technischen Hilfeleistungen den Bürgern zur Seite, schützen Hab und Gut und nicht selten Leben. Das zeigte sich besonders beim Unwetter im Juli, wo es zwar vor allem die Gemeinde Weiding am stärksten traf, aber auch die Rundinger nicht verschont blieben, und die Gemeindefeuerwehren ihre Schlagkraft bewiesen. Auf dem “Aufgabenplan” der Wehr standen darüber hinaus ein abgedecktes Dach, verunreinigte Straßen, umgefallene Bäume, Insektennester, aber auch Bewässerung bei Abbrucharbeiten und die Reinigung der Stockbahnen und etliche Sicherheitswachen. Ein besonderes Erlebnis war die Teilnahme am Südtiroler Landeswettbewerb in Welsberg-Taisten/Italien. Auch zahlreiche Lehrgänge wurden 2014 besucht - darunter eine Weiterbildung zum Thema “Sprechfunk-Digital”. Letztere ist besonders deshalb wichtig, da ein Einsatzfahrzeug der FF Runding im Zuge des Probebetriebes mit Digitalfunk ausgerüstet wird.

Den Feuerwehrnachwuchs bilden nach zwei Neuaufnahmen fünf Mädchen und 20 Jungen. Allein für den Inspektionsentscheid, bei dem die zwei Gruppen den zweiten und dritten Platz belegten, übten die Jugendlichen zwölfmal. Auch die Teilnahme bei Kreisentscheid und Wissenstest war von Erfolg gekrönt. Ein besonderes Erlebnis war die Gemeinschaftsübung im KBI-Bereich. Natürlich durfte auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Jugendwartin Verena Rädlinger berichtete von einem Ausflug in die Allianz Arena sowie Teilnahmen an Gemeindemeisterschaften und die Übernahme der Kinderbetreuung beim Hallenfest und dem Nikolausdienst.

Ehrung im Namen des Ministers

Eine solch aktive Wehr verfügt jedoch nicht nur über einen gesunden Nachwuchs, sondern kann sich vor allem auf die Erfahrung durch langjährige Kameraden stützen. Deren beispielloses Engagement im Namen des Freistaates, des Innenministers und des Landrates zu ehren, oblag Kreisbrandrat Johann Weber. Besonders hervor hob er die Verdienste von Anton Mühlbauer, der seit 40 Jahren Helfer in der Not ist. Ihm überreichte er das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen. Zudem ehrte die FF zahlreiche Mitglieder für ihre 25-, 40-, und 50-jährige Treue zum Verein mit Urkunden. (cmi)

 

Ehrungen:

25 Jahre Dienstzeit/silbernes Feuerwehr-Ehrenzeichen: Alois Wittmann, Karola Wanninger, Elisabeth Rädlinger und Werner Wanninger

40 Jahre/goldenes Feuerwehr-Ehrenzeichen: Anton Mühlbauer

Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft: Gerhard Schröder, Jürgen Mühlbauer, Helmut Pömmerl, Helmut Kiefl, Christian Müller, Rainer Schillinger, Thekla Vachal, Monika Griesbeck, Annemarie Weber, Regina Schmucker, Günther Mühlbauer und Alexander Bücherl

40 Jahre: Richard Trinkerl, Johann Rosenhammer, Manfred Zollner, Josef Zitzelsberger, Xaver Bauer, Max Wanninger, Siegfried Sturz, Josef Schrittenlocher, Otto Kopp, Alois Rädlinger, Karl-Heinz Müller, Karl Mühlbauer, Klaus Dittrich, Walter Schillinger, Josef Sporrer, Franziska Wanninger, Otto Greil, Franz-Xaver Steidl und Willi Staudner

50 Jahre: Ludwig Schneck, Gerhard Schambeck, Xaver Pöschl, Rudolf Mühlbauer, Johann Mühlbauer, Erwin Jobst, Walter Griesbeck, Engelbert Greil, Ludwig Breu und Karl Amberger

 

 

Veranstaltungszeit:  28. Dezember 2014, 19.30 Uhr
Ort:  Gasthaus Brandl, Runding
Dauer:  3 Stunden
Teilnehmer:  79


 
 
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Letzte Änderung: 29. Dezember 2015 von Webmaster