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Sturmschäden am 7.7.14

Zeitungsbericht des „Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost” vom 9.7.2014:

Hagelsturm verwüstet ganze Gemeindeteile

NATURGEWALT Das Unwetter riss eine Schneise der Verwüstung zwischen Kothmaißling und Weiding.

Von Johannes Schiedermeier

CHAM. Ein Hagelsturm hat in der Nacht zum Dienstag eine Schneise der Verwüstung zwischen Kothmaißling, Schlammering, Pinzing, Raindorf, Runding und Weiding geschlagen. Die meisten Chamer Stadtteile kamen mit dem Schrecken davon. (Lesen Sie dazu auch unseren Bericht auf Seite 21).

Kreisbrandinspektor Marco Greil berichtete am Dienstagmorgen von einer bewegten Nacht. Zunächst hatten die Feuerwehren rund um Cham mit überschwemmten Straßen und Bergen von Hagelkörnern zu kämpfen. Die Bauhöfe rückten deshalb im Bereich der B 20 und in den betroffenen Gemeinden mit Schneepflügen aus.

Die B 20 war zudem wegen umgestürzter Bäume in der Nacht längere Zeit unpassierbar. Den Rettungsdienst rief die Feuerwehr am späten Abend bei Schlammering zu Hilfe. Dort hatte eine schwangere Frau gerade noch durch eine Vollbremsung die Kollision mit einem umgestürzten Baum auf der Fahrbahn verhindert. Rettungsdienstleiter Mich Daiminger berichtete, man habe die Frau und deren zwölfjährige Tochter vorsorglich in die Notaufnahme Cham gebracht.

Pech hatte auch ein Mann, der am Dienstagmorgen das Dach eines Schuppens in Kothmaißling reparieren wollte. Er schnitt sich mit einem zerbrochenen Ziegel derart den Fuß auf, dass er auf dem Dach vom Rettungsdienst erstversorgt werden und anschließend von der Feuerwehr geborgen werden musste.

Zwischen Raindorf, Runding und Weiding vernichtete der Hagelsturm auf Quadratkilometern die gesamte Maisernte und ließ nur noch zerfaserte Strünke übrig. Die Feuerwehr Runding, so ihr Kommandant Sebastian Greil, war zunächst durch umgestürzte Bäume vom Umland abgeschnitten. Außerdem musste sie die Drehleiter aus Cham zu Hilfe rufen, weil der Sturm vom alten Pfarrstadl große Teile des Blechdachs auf die Straße gefegt hatte. Die FFW entfernte die Reste.

Kreisbrandinspektor Marco Greil berichtete von teils skurrilen Szenen mitten im Juli: “Wir dachten auf dem Weg nach Raindorf: Warum fährt der rückwärts? Dabei kam uns der auf einer Schicht Hagelkörnern entgegen.” Die Aufräumungsarbeiten dauerten den ganzen Dienstag, wobei für den Abend bereits weitere heftige Regenfälle gemeldet waren.

 

Einsatzzeit: 7.Juli 2014, 22.27 Uhr
Ort: Runding
Dauer:  3 Stunden
eingesetztes Gerät: Motorsäge, Beleuchtungsgerät
eigene Einsatzkräfte 25
alarmierte Feuerwehren: Runding, Cham 30/1


 
 
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Letzte Änderung: 27. September 2014 von Webmaster
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