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Scheunenbrand am 21.4.14

Zeitungsbericht des „Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost” vom 22.4.2014:

Weit hin sichtbar stand der Qualm über Raindorf

EINSATZ Scheune wurde ein Raub der Flammen, aber die Feuerwehr rettete das angrenzende Wohnhaus. Die Polizei geht derzeit nicht von Brandstiftung aus.

Von Johannes Schiedermeier

Raindorf. Es muss rasend schnell gegangen sein. So berichtet es jedenfalls eine Nachbarin. “Mein Mann saß den ganzen Nachmittag im Garten. er war gerade reingegangen und als er wieder aus dem Fenster sah, da brannte es schon und dichter Qualm stieg auf.” Die riesige Scheune am Raindorfer Waldrand stand innerhalb kürzester Zeit lichterloh in Flammen.

Die Familie, die das benachbarte Haus, das ehemalige Wirtshaus Meier, samt der Scheune gekauft hatte, war gerade mit ihren Kindern im Freien beim Spielen, als die Flammen aufstiegen. Trotz eines schnellen Einsatzes der Feuerwehr, war an dem landwirtschaftlichen Gebäude nichts mehr zu retten. Es ging am Ende nur noch darum, die völlige Vernichtung des gesamten Anwesens noch abzuwenden.

Gasflaschen und Benzin geborgen

Das gelang der Feuerwehr, weil Atemschutzträger ziemlich schnell aus einem angrenzenden Schuppen Gasflaschen und Benzinkanister bergen konnten, bevor das Feuer übergriff. “Als wir kamen, stand die Scheune bereits in Vollbrand”, berichtete Kreisbrandrat Hans Weber. Er brachte insgesamt 15 Feuerwehren zum Einsatz, die ihre liebe Mühe hatten, den Brand unter Kontrolle zu halten.

Das Feuer hatte durch die große Hitze bereits Dachsparren des angrenzenden Wohnhauses erfasst. Die Einsatzleitung schickte einen Atemschutztrupp ins Obergeschoss des Hauses, der dort den hölzernen Vorbau kühlte, während ein zweiter Trupp mit der Wärmebildkamera die Hitzeentwicklung kontrollierte.

Nach etwa einer halben Stunde intensiver Löscharbeiten forderte der Kreisbrandrat den Gerätewagen für Atemschutz aus Furth im Wald an, um Ersatzflaschen zu verteilen. Die Wassermassen aus einigen Dutzend Strahlrohren überforderte am Ende sogar die öffentliche Wasserversorgung, die den notwendigen Druck über die Hydranten nicht mehr herbrachte. Ein Anruf beim Wasserzweckverband sorgte für eine Druckerhöhung.

Wohnhaus gerettet

Nach etwa einer Stunde wurde klar, dass die Feuerwehr das Wohnhaus würde halten können. Die betroffene Familie wurde einstweilen vom BRK betreut. Rettungsdienstleiter Mich Daiminger teilte mit, er habe anfangs vier Teams an den Brandort geschickt, weil es in der Erstmeldung geheißen habe, es seien sechs Menschen im Haus.

Die ersten Ermittlungen der Polizei Cham erbrachten keine Erkenntnisse, die ein Fremdverschulden oder Brandstiftung nahelegen. Wie die Beamten vor Ort berichteten, habe die Familie mit drei Kindern beim Ausbruch des Brandes gerade vor dem Haus gespielt. Im Schuppen habe sich also niemand befunden. Dort sei lediglich altes Heu vom Vorbesitzer gelagert gewesen. Die Familie bewohne das Anwesen gerade einmal ein Jahr und habe nur über gestapeltes Holz und einige alte Maschinen berichtet. Der Sachschaden werde vorläufig auf 20000 bis 30000 Euro geschätzt.

 

Zeitungsbericht des „Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost” vom 25.4.2014:

Raindorfer Brandursache unklar

Raindorf. Der Brandschaden in Raindorf nach dem Feuer am Ostermontagabend ist wesentlich höher als zunächst angenommen. Die Polizei spricht nun von 100000 bis 150000 Euro. Außerdem hat sich bei den Ermittlungen nach Aussage von Polizeihauptkommissar Franz Gschwendtner herausgestellt, dass derzeit keine einwandfreie Brandursache feststellbar ist. “Wir ermitteln in alle Richtungen und schließen derzeit nichts aus”, so Gschwendner. Der Brand , der die Scheune völlig vernichtete und bei dem die Feuerwehr nur mit Mühe das Wohnhaus der betroffenen Familie retten konnte, brach in der Scheune aus, wo nur altes Stroh und einige alte Maschinen gelagert waren. Die Familie hatte während des Ausbruches mit den Kindern vor dem Haus gespielt, so die Zeugenaussage. In der Scheune habe sich von der Familie niemand befunden.

 

Weitere Informationen auch unter www.tvaktuell.com

 

Einsatzzeit: 21. April 2014, 19 Uhr
Ort: Raindorf
Dauer:  12 Stunden
eingesetztes Gerät: 6 PA, Wärmebildkamera, Schlauchmaterial, Beleuchtungsgerät 
eigene Einsatzkräfte 25
alarmierte Feuerwehren: gemäß B4


 
 
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Letzte Änderung: 03. Mai 2014 von Webmaster
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