|Home » Feuerwehr » Einsätze » Hochwassereinsatz Lkr. Deggendorf 4.-5.6.13

Hochwassereinsatz Lkr. Deggendorf 4.-5.6.13

Am 4. und 5. Juni 2013 sendete der Lankreis Cham ein Hilfskontingent von Rettungskräften in den Landkreis Deggendorf um die Einsatzkräfte bei der Bekämpfung des Hochwassers zu unterstützen. Auch die FFW Runding war mit dabei und sendete an beiden Tagen 8 bzw. 6 Personen ins Katastrophengebiet.

Zeitungsbericht des „Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost” vom 5.6.2013:

Helfer brechen nach Deggendorf auf

HOCHWASSER Mitglieder von Feuerwehr, THW, BRK, DLRG und Wasserwacht retteten Betroffene, schichteten Sandsäcke auf und lieferten Betten für Notunterkünfte.

Von Evi Paleczek

Landkreis. Im Landkreis Cham hat sich die Hochwasser-Lage beruhigt, in Deggendorf, Regensburg und Passau noch lange nicht. Helfer von Feuerwehr, THW, BRK, DLRG und Wasserwacht sind deshalb seit einigen Tagen auch in anderen Städten im Einsatz gewesen. Mit Booten evakuierten sie Betroffene in der Passauer Altstadt, lieferten Betten für Notunterkünfte und schichteten Sandsäcke auf.

„Bei uns funktioniert das noch”

Treffpunkt Norma-Parkplatz in Miltach, 11 Uhr am Dienstagvormittag: 140 Feuerwehrleute aus dem Landkreis versammelten sich, um in Richtung Deggendorf aufzubrechen. Die Regierung von Niederbayern habe über die Regierung der Oberpfalz Kontingente aus dem Landkreis Cham angefordert, erklärte Landratsamt-Pressesprecher Friedrich Schuhbauer. Die Einsatzkräfte sollen dort beim Sandsäckeaufschichten helfen.

Um 4.15 Uhr am Dienstag sei Bescheid gegeben worden, wie viele Helfer in Deggendorf benötigt werden, erzählte der Einsatzleiter, KBI Alfons Janker. Ab 6 Uhr habe man begonnen, die Feuerwehren abzutelefonieren. „Es war kein Problem, Leute zu bekommen”, sagte Janker. “Im Landkreis Cham funktioniert das noch.”

Bei der Besprechung bedankte sich Janker bei allen, die mithelfen. Jedes der etwa 20 Feuerwehr-Fahrzeuge bekam einen Funkrufnamen. Dann setzte sich die Fahrzeugflotte mit Blaulicht im Konvoi in Richtung Deggendorf in Bewegung.

Die Feuerwehrleute wollen auch überregional helfen - obwohl sie zum Teil schon anstrengende Tage hinter sich haben. So wurde vom Sandsackverteilen mit Beginn am Sonntagvormittag um 3 Uhr und Ende abends um 22 Uhr erzählt. Florian Pfeffer von der Feuerwehr Arrach etwa war erst um 5 Uhr am Dienstagmorgen mit elf weiteren Helfern von einem die ganze Nacht dauernden Einsatz in Regensburg zurückgekommen. Man habe in Bad Kötzting Sandsäcke aufgeladen und in die Innenstadt geliefert, erzählte er. „Nasch” schaue es da aus. Beeindruckend aber seien die Organisation der Einsatzkräfte und die Dämme, die ihre Funktion erfüllten. Auch seien wirklich viele Freiwillige im Einsatz. Die Betroffenen seien fasziniert von dieser Hilfsbereitschaft - und davon, dass die Unterstützung auch von weiter her kommt.

Am Dienstagnachmittag hatten die Feuerwehrleute aus dem Landkreis in Deggendorf schon einiges geleistet. Sie hätten an der Autobahn auf einer Länge von 350 Metern Sandsäcke geschlichtet, um den Damm in Richtung Passau zu verstärken, berichtete Alfons Janker. Nächste Station war der Ort Altenufer, wo es wiederum galt, einen Damm mit Sandsäcken zu stützen.

Paul Christoph, Sachbearbeiter Katastrophenschutz, teilte am Dienstagnachmittag aus der Kreiseinsatzzentrale mit, dass weitere zwei Feuerwehr-Kontingente mit je 100 Einsatzkräften aus dem Landkreis Cham angefordert worden seien. Eines werde am Abend aufbrechen, das andere heute Vormittag. Einsatzorte seien - je nach Bedarf -Deggendorf oder Regensburg.

Die Feuerwehr-Führungskräfte hätten keine größeren Probleme, Leute zum Ausrücken zu finden, berichtete Christoph. „Sie bekommen viele positive Rückmeldungen, die Feuerwehrler wollen helfen.”

Überregional im Einsatz ist auch der BRK-Kreisverband. Am Sonntag hätten die Mitglieder 90 Betten für Notunterkünfte nach Regensburg gebracht, berichtete Rettungsdienstleiter Michael Daiminger. 130 Betten seien am Montag nach Deggendorf/Hengersberg geliefert und dort aufgebaut worden.

Es gingen viele Anrufe von Leuten, die Kleidung oder Spielsachen spenden wollen, beim BRK ein. Daiminger bittet, davon Abstand zu nehmen. Natürlich meinten es die Leute gut, doch wüssten die BRK-Mitarbeiter derzeit nicht, wohin mit den Sachen. Das sei zusätzliche Arbeit, die man momentan nicht leisten könne. Die Betroffenen hätten in den Notunterkünften vorerst alles, was sie brauchten.

Wasserwacht rettet 200 Leute

Die Kreiswasserwacht Cham war am Montag in Passau im Einsatz. Dort wurden unter Leitung von Reinhard Lesinski vom Nachmittag an bis Einbruch der Dunkelheit unter anderem etwa 200 Leute aus den überfluteten Bereichen evakuiert, informierten Daiminger und Lesinski. Am Dienstag war die Wasserwacht im Bereich Straubing/Deggendorf gefordert.

Im Einsatz sind seit Dienstag zudem die Bergwachten Furth im Wald und Lam. Sie seien im Bereich Deggendorf mit ihren Geländefahrzeugen an der Evakuierung der Personen beteiligt, informierte der Further Bereitschaftsleiter Dominik Schönberger. Ebenfalls an überregionalen Hochwassereinsätzen beteiligt sind die DLRG Rötz, Blaibach und Furth im Wald, sagte Tobias Drechsler von der DLRG Rötz.

 

Einsatzzeit: 4. Juni 2013, 10.00 Uhr
Ort: Deggendorf / Hengersberg / Thundorf / Osterhofen
Dauer:  2 Tage
eingesetztes Gerät: TSF
eigene Einsatzkräfte: 8 bzw. 6


 
 
Wasser_1.jpg Wasser_2.jpg Wasser_3.jpg Wasser_4.jpg Wasser_5.jpg Wasser_6.jpg Wasser_7.jpg Wasser_8.jpg Wasser_9.jpg Wasser_10.jpg Wasser_11.jpg Wasser_12.jpg Wasser_13.jpg Wasser_14.jpg Wasser_15.jpg Wasser_16.jpg Wasser_17.jpg Wasser_18.jpg Wasser_19.jpg Wasser_20.jpg Wasser_21.jpg Wasser_22.jpg Wasser_23.jpg Wasser_24.jpg Wasser_25.jpg Wasser_26.jpg Wasser_27.jpg Wasser_28.jpg Wasser_29.jpg Wasser_30.jpg Wasser_31.jpg Wasser_32.jpg

Letzte Änderung: 10. Juni 2013 von Webmaster
Error