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Filmaufnahmen mit dem Bayerischen Rundfunk am 4.11.13

Runding. Wie bereits berichtet sendet das Bayerische Fernsehen am 17. November in der Sendung „Zwischen Schwaben und Altbayern“ einen Beitrag über die Damenlöschgruppe der FFW Runding des Jahres 1965. Nachdem bereits etliche Stunden Filmmaterial durch Schauübungen der aktiven weiblichen und männlichen Mannschaft vor kurzem aufgenommen wurde, trafen sich am Montag vier Kameradinnen dieser ersten Damenlöschgruppe Deutschlands mit dem Filmteam um Jürgen Neumann. Sie lösten vor fast fünfzig Jahren mit ihrem Wunsch, aktiv bei ihrer Heimatwehr mitzuwirken, eine Revolution aus und waren Wegbereiter für alle späteren Generationen von Feuerwehrkameradinnen, welche, wie KBR Weber und KBI Greil betonen,  mittlerweile nicht mehr aus dem aktiven Dienst wegzudenken sind.
Schon damals wurde ein Fernsehteam auf die neun mutigen Mädchen aufmerksam und sendete einen Beitrag in der „Drehscheibe“ im ZDF. Von diesen ersten Erfahrungen mit dem Fernsehen und dem gespielten Einsatz, der plötzlich eine dramatisch Wendung nahm, berichteten die vier Damen der Filmcrew. Im Frühjahr 1967 sollten Renate Wanninger, geb. Müller, Thekla Mühlbauer, geb. Greil, Rosmarie Mühlbauer, geb. Gruber, Luise Janikovsky, geb. Michl, Anette Engl, Inge Schillinger, Anita Lankes, geb. Haberl und Sigrid Skibba, geb. Haberl beim Ertönen der Sirenen ihren Arbeitsplatz verlassen, auf die Straße laufen und in das von Käthi Faschingsbauer, geb. Engl, gefahrene Einsatzfahrzeug springen. Als „Brandort“ stellte der damalige Bürgermeister Karl Beer seine Scheune zur Verfügung. Rauchbomben, die ein Soldat bediente, sollten für den nötigen Qualm sorgen. Das damalige Gemeindeoberhaupt hatte sich ausserhalb des Dorfes von deren Funktion  überzeugen lassen und so fing der Soldat im Beisein von Karl Beer an, die Rauchbomben in einen alten Kessel zu werfen. Bald stiegen dicke Wolken aus der Scheune. Der Schrei: „Es brennt!“ sollte laut Regieanweisungen der Einsatz für die Damenlöschgruppe sein. Doch die dritte Rauchbombe zündete nicht richtig und ein Funkenschlag setzte in der Scheune gelagerte Strohsäcke in Brand. Als dann jemand schrie „Es brennt!“ bemerkten die vielen Zuschauer noch nicht den Ernst der Lage. Richard Baumann, einem Nachbarn der Familie Beer, war es zu verdanken, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreitete. Er schloss den Gartenschlauch an und löschte das Feuer. Auch die Feuerwehrkameraden unter dem Kommando von Josef Hastreiter sprangen der Damenlöschgruppe helfend zur Seite. Der für die Rauchbomben zuständige Soldat erlitt einen Nervenzusammenbruch und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Diese dramatischen Ereignisse brachten der FFW Runding sogar einen Artikel in der Bildzeitung.

Zum Abschluss der Dreharbeiten blätterten am Montag Renate Wanninger, Katharina Faschingsbauer, Thekla Mühlbauer und Rosmarie Mühlbauer zusammen mit dem Kreisbrandrat und dem Kreisbrandinspektor in der damaligen Abnahmeniederschrift, dem schriftlichen Beweis ihrer Vorreiterrolle für die Feuerwehrkameradinnen Deutschlands.

 

Fernsehbeitrag in der Sendung „Schwaben und Altbayern” (BR) vom 24.11.2013


 
 
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Letzte Änderung: 26. November 2013 von Webmaster
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