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MERO-Übung am 31.8.13

Zeitungsartikel aus dem „Bayerwald Echo, Schwerpunkt Ost” vom 1.9.2013:

An der MERO den Ernstfall geprobt
 
GROSSÜBUNG 14 Feuerwehren und zwei THW-Ortsverbände waren mit eingebunden, zumAbschluss galt ein Lob und Kompliment allen Beteiligten.

Von Peter Nicklas

Roding. Auf einer Länge von 56 Kilometern zieht sich die Mitteleuropäische Erdölleitung durch den Landkreis Cham. Mit einem Druck von rund 40 bar werden pro Jahr durch diese Leitung fünf Millionen Tonnen Rohöl von Bayern nach Tschechien gepumpt. Etwa alle acht Kilometer ist eine Schieberstation eingebaut, die einen Leckschaden sofort melden würde, aber auch eine Unterbrechung ermöglicht. Trotzdem könnte es passieren, dass an der 1995 gebauten MERO ein Schaden auftritt.

Großübung alle drei Jahre

Aus diesem Grund ist pro Landkreis alle drei Jahre eine größere Übung laut Alarmplan vorgeschrieben, eine solche fand am Samstag mit den Kräften statt, die auch bei einem Ernstfall eingebunden wären. Angenommen wurde ein Leck zwischen den Schieberstationen bei Untertraubenbach und bei Stamsried, 14 Feuerwehren und zwei THW-Ortsverbände mit insgesamt 170 Einsatzkräften waren bei der Lecksuche, dem Aufbau von Ölsperren und zum vorbeugenden Brandschutz mehrere Stunden vor Ort.

Die Übung bot auch Gelegenheit, die Funktionstüchtigkeit der bei den Feuerwehren untergebrachten Gerätschaften zu überprüfen und den Umgang damit zu trainieren. Das reichte von einfachen Barrieren in kleinen Bächen bis hin zu den großen Ölsperren, die einen ganzen Fluss überspannen können. Zwei solcher Sperren wurden im Regenfluss eingebaut, die eine zwischen Wetterfeld und Pösing und die andere am Rodinger Esper.

Aufmerksame Beobachter

Landrat Franz Löffler war bei der Übung ebenso mit vor Ort wie der Leiter der PI Roding, Erster Polizeihauptkommissar Arthur Stelzer und die Führungskräfte der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes. Nach der Übung gab es als verdienten Lohn für die Beteiligten eine Brotzeit und Getränke bei der Feuerwache Roding, wo auch die Einsatzbesprechung durchgeführt wurde.

Kreisbrandinspektor Anton Ruhland, der die Übung aufseiten der Feuerwehr leitete, übermittelte bei dieser Gelegenheit die Grüße des in Berlin weilenden Kreisbrandrates Hans Weber, verbunden mit einem Dank für die Beteiligung, zu der alle Einsatzkräfte ihre Freizeit opferten. Die Regierung der Oberpfalz war bei der Übung durch Norbert Koller vertreten, seitens der beteiligten Gemeinden zeigten zweiter Bürgermeister Alfred Reger für die Stadt Roding sowie Edmund Roider und Herbert Bauer für die Gemeinden Stamsried und Pösing Interesse.

Ein Dank für die Unterstützung und die abschließende Bewirtung galt Thomas Weitzel, bei der MERO zuständig für Sicherheit, Gesundheitsschutz und Managementsysteme, ebenso den Beobachtern seitens der Regierung und des Landratsamtes. “Solche Übungen sind enorm wichtig, möge ein Ernstfall nie eintreten”, leitete Anton Ruhland auf die Dankesworte von Alfred Reger über.

Rodings zweiter Bürgermeister sprach von einem “überzeugenden Vormittag”. Alle Einsatzkräfte hätten unter Beweis gestellt: “Ihr wisst, wo ihr hinlangen müsst”. Feuerwehr und THW hätten hier auf beeindruckende Art und Weise gezeigt, wie gut sie zusammenarbeiten und sich gegenseitig ergänzen können.

Auch Rodings Polizeichef Arthur Stelzer hatte dieses Zusammenwirken überzeugt. Über den Ablauf der Übung informierte anschließend der Rodinger Kreisbrandinspektor Alfons Janker, trotz des Großaufgebots an Einsatzkräften habe alles bestens geklappt von der Erkundung der örtlichen Gegebenheiten bis hin zum Aufbau der Ölsperren an den verschiedenen Gewässern. Ein Dank galt auch der Feuerwehr Roding, die ihre Feuerwache als “Einsatzzentrale” zur Verfügung gestellt hatte.

Thomas Weitzel von der MERO bestätigte den beteiligten Einsatzkräften, dass sie allem Anschein nach auch immer wieder zwischen den Großübungen mit den Gerätschaften den Ernstfall proben, jedenfalls seien sie damit fachmännisch umgegangen. Vor allem habe ihn hier beeindruckt, dass zu Beginn großer Wert auf die Lecksuche und die Erkundung der Lage vor Ort gelegt wurde.

 

Übungszeit:  31. August 2013, 9.00 Uhr
Ort:  Raum Roding
Dauer:  4 Stunden
eingesetztes Gerät:  
eigene Einsatzkräfte:  9
teilnehmende Feuerwehren:  gemäß MERO-Alarmplan


 
 
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Letzte Änderung: 02. Oktober 2013 von Webmaster