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Jugendwartseminar am 1.10.11

Zeitungsbericht des „Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost” vom 4.10.2011:

Feuerwehr schult ihre Jugendwarte

Seminar Theoretische und praktische Einweisung in Leistungsprüfungen und gruppendynamische Erfahrungen vermittelt.

Von Franz Bucher

 

Waldmünchen. 81 Jugendwarte aus dem ganzen Landkreis nahmen am Samstag am Jugendwartseminar des Landkreises Cham in der Jugendbildungsstätte in Waldmünchen teil. Bei knapp dreieinhalbtausend Jugendlichen, die im Kreisfeuerwehrverband Cham organisiert sind, obliegt den Jugendwarten und Jugendwartinnen eine besondere Aufgabe. Sie führen die Jugendlichen in den Dienst der Feuerwehren ein und machen sie mit den ersten Grundbegriffen der Feuerwehrarbeit vertraut.

Zum Jugendwartseminar konnte der stellvertretende Kreisjugendwart Marco Greil neben den gemeldeten Teilnehmern auch den Inspektionsjugendwart Martin Holler samt dessen Stellvertretern Stefan Schlotterbeck und Manfred Schneider willkommen heißen.

Sein besonderer Gruß galt den Seminarleitern und Referenten des Tages, Franz Liegl, Klaus Brandl, Simon Stratter und Tobias Stahl. Greil freute sich, dass so viele der Einladung gefolgt waren und erläuterte den Jugendwarten kurz den Tagesablauf des Seminars, das sich in drei Teile gliedere. Aufgeteilt in drei Gruppen waren drei Stationen im Laufe des Tages zu absolvieren.

In der ersten Unterrichtseinheit brachten der Kreisjugendwart Marco Greil und Inspektionsjugendwart Klaus Brandl den Teilnehmern in Theorie und Praxis die Richtlinien zur Abnahme der Bayerischen Jugendleistungsprüfung und der Deutschen Jugendflamme näher. Sie betonten hierbei, dass die Jugendlichen bei den Prüfungen die Grundbegriffe jeglicher Feuerwehrarbeit kennenlernen würden.

Angefangen von der Organisation der Übungen über die Vorbereitung bis hin zum Ablegen der Prüfung erläuterten sie die einzelnen Schritte, die für Jugendwarte von Bedeutung sind. Zur Bayerischen Leistungsprüfung zählten neben fünf Truppaufgaben auch fünf Einzelaufgaben und das Ausfüllen eines Fragebogens.Greil führte im praktischen Teil den Jugendwarten die einzelnen Aufgaben vor und ließ auch die Teilnehmer selbst Hand anlegen. So galt es beispielsweise einen Mastwurf an einen Saugkorb anzulegen oder eine Saugleitung zu kuppeln. Greil wies in besonderer Weise auf mögliche Fehlerquellen bei den Prüfungsvorbereitungen und Zeitvorschriften beim Ablegen der Prüfung hin.

Zum Zweck der Leistungsabnahme informierten die Referenten, dass die Arbeit der Teilnehmer schnell und fehlerfrei ablaufen solle. Deshalb werden beim Überschreiten der Sollzeit sowie nicht fehlerfreier Ausführung Fehlerpunkte vergeben. Teilnehmen könnten an der Leistungsprüfung alle Feuerwehranwärter vom vollendeten 14. bis zum 18. Lebensjahr.Franz Liegl von der Feuerwehrschule Regensburg informierte im Seminarraum der Jugendbildungsstättedie Jugendwarte über die aktuellen Dienstvorschriften, Schutzkleidung, Unfallverhütungsvorschriften und den Einsatz von Jugendlichen im Gefahrenbereich.

Die Erlebnispädagogen Tobias Stahl und Simon Stratter hatten für die Jugendwarte mehrere Spiele und Aufgaben vorbereitet, die vor allem zur Teambildung eingesetzt werden. Die Erlebnispädagogik nutzt die Gruppen-Erfahrungen, um die Persönlichkeit und soziale Kompetenzen zu entwickeln und zufördern. Gemeinsames Erleben schweiße zusammen, so die Pädagogen. Nach einer theoretischen Einführung mussten die Jugendwarte beweisen, dass auch sie im Team zusammenarbeiten können.

Bei Aufgaben wie dem Spinnennetz, durch das ein Teammitglied nach dem anderen manövriert werden musste, stand vor allem die Kooperationsbereitschaft und gemeinsames Überlegen im Vordergrund. Nach dem Mittagessen ließ man das Seminar in einer Abschlussbesprechung Revue passieren.

 

Veranstaltungszeit:  1. Oktober 2011
Ort:  Wandmünchen
Dauer:  5 Stunden
Teilnehmer:  2
Letzte Änderung: 11. Oktober 2011 von Webmaster