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Alarmübung im Rahmen der Feuerwehraktionswoche 2010

Am Dienstag, den 21. September 2010, fand die diesjährige Übung im Rahmen der Feuerwehraktionswoche 2010 im KBM-Bereich Cham 3/4 von Anton Bierl statt. Übungsobjekt war das Gelände der Unternehmensgruppe Rädlinger in Windischbergerdorf. Es wurde der Brand der Werkstatt mit angrenzendem Schmierstofflager angenommen. Das Gebäude war stark verraucht und 2 Personen vermisst. Die FF Windischbergerdorf nahm sofort die Personenrettung unter schwerem Atemschutz vor und wurde dabei von der FF Niederrunding unterstützt. Die beiden Feuerwehren Runding und Weiding stellten die Sicherungstrupps und führetn die Brandbekämpfung mit Schaum durch. Bei der Personenrettung wurde noch simuliert, dass einer der Atemschutztrupps verunglückt und durch einen Rettungstrupp in Sicherheit gebracht werden musste. Die beiden Feuerwehren Kothmaißling und Raindorf versorgten das Löschfahrzeug von Windischbergerdorf von einem nahegelegenen Hydranten. Da dabei auch eine vielbefahrene Straße überquert werden musste, war die FF Kothmaißling auch für die Straßenabsicherung verantwortlich. Die Freiwilligen Feuerwehrn Pinzing, Rieding und Walting versorgten die Fahrzeuge von Runding und Weiding über die am Werksgelände vorhandene Löschwasserzisterne. Die FF Dalking führte einen Löschangriff über eine zweite Leitung aus der Zisterne von der anderen Seite der Werkstatt durch. Insgesamt wurden über 500 m Schlauchleitung verlegt. Der zuständige Kreisbrandmeister Anton Bierl zeigte sich bei der Abschlussbesprechung sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Im Anschluss wurden die Einsatzkräfte von der Familie Rädlinger, die immer große Verbundenheit zur Feuerwehr zeigt, noch zu einer kleinen Brotzeit eingeladen.

 

Zeitungsbericht des „Bayerwald Echo, Schwerpunkt Ost” vom 24.9.2010:

Was tun, wenn's beim Rädlinger brennen würde?
 
Brandschutzwoche Zehn Feuerwehren übten in der KFZ-Halle der Firma das Löschen und Bergen von Verletzten.

Windischbergerdorf. Im Rahmen der Brandschutzwoche beteiligten sich zehn Freiwillige Feuerwehren an einer großen Gemeinschaftsübung bei der Firma Rädlinger in der Kammerdorfer Straße in Windischbergerdorf. Angenommen wurde ein Großbrand in der KFZ-Werkstatt auf dem Betriebsgelände Josef Rädlinger.

Nacheinander rückten die Freiwilligen Feuerwehren aus Windischbergerdorf, Kothmaißling, Runding, Niederrunding, Weiding, Dalking, Pinzing, Walting, Raindorf und Rieding am Übungsobjekt an und wurden in ihren Aufgabenbereich eingewiesen. Organisiert und geleitet wurde die Großeinsatzübung von Kreisbrandmeister Anton Bierl. Unterstützt wurde Bierl von den Kreisbrandmeistern Kalz, Früchtl, Schwarzfischer und Inspektionsjugendwart Marco Greil.

Besonders schwierig ist es in großen Hallen mit der Belüftung bei Bränden. Am Übungsobjekt wurden gleich zwei große Lüfter aufgestellt. Mehrere Atemschutzträger drangen in das Gebäude ein und suchten unter extremen Bedingungen nach verletzten Personen, in diesen Fall realitätsgetreu dargestellt durch zwei Dummy-Puppen mit einem Eigengewicht von bis zu 90 Kilo. Sie wurden sicher geborgen, ebenso sicher wurde eine weitere Übungsphase mit einem Atemschutzträger in Not bewerkstelligt.

Die Ortsfeuerwehr Windischbergerdorf führte mit ihren LF8/6 umgehend einen Schnellangriff aus dem Fahrzeugtank durch. Weitere Einspeisungen erfolgten über Unterflurhydranten einer eigenen Wasserzisterne der Firma Rädlinger mit bis zu 400 Kubikmetern Wasser. Im äußersten Notfall könnten auch der nahe gelegene Löschweiher und der Chamb zur Wasserversorgung einbezogen werden. So könnte eine Wasserleitung zum Löschen mit 1000 Litern in der Minute aufgebaut und gewährleistet werden.

Wasser- und Schaumleitungen wurden in kürzester Zeit errichtet. Das Übungsziel wurde durch das Engagement der einzelnen Feuerwehren und durch gute technische Ausstattung und Ausbildung der Wehrmänner und Wehrfrauen bestens erreicht.

Die letzte Übung bei der Firma Rädlinger liegt bereits 20 Jahre zurück, bemerkte der Einsatzleiter Franz Karl. Sicherheitsmaßnahmen, Betriebsprüfungen und die Prüfung elektrischer Anlagen und Geräte sowie Sicherheitsbestimmungen stünden bei Josef Rädlinger junior im Vordergrund. Man achte auch besonders auf den Brandschutz im ganzen Betrieb. Da sich die Firma in den letzten Jahren baulich sehr verändert und vergrößert hat, wird die Feuerwehrführung in Verbindung mit der Firmenleitung eine Begehung durchführen. Besonders die Werkstätten, Lager und betrieblichen Einrichtungen werden dabei von der Feuerwehr begutachtet.

Kommandant Franz Karl und KBM Anton Bierl bedankten sich bei der Familie Rädlinger, dass sie das Übungsobjekt zur Verfügung gestellt hat. Die Übung sei reibungslos abgelaufen, die Feuerwehren aus dem KBM Bereich 3/4 Anton Bierl waren mit über 120 Feuerwehrleuten stark vertreten.

Familie Rädlinger war von der Leistung der Feuerwehren beeindruckt. Nach der Abschlussbesprechung lud die Firma Rädlinger alle Übungsteilnehmer zu einer Brotzeit ein. Familie Hastreiter versorgte die Wehren bestens in der KFZ-Halle. Auch konnten die Reifenlager und Ersatzteillager besichtigt werden. Eine hohe Zahl an Reifen für einen großen Fuhrpark sind hier eingelagert.

Das Motto der Aktionswoche lautet: Ihre Feuerwehr - Zupacken statt zuschauen! Mit diesem Motto soll auf die Bedeutung der Feuerwehren eingegangen werden, die im Schadensfall eben nicht nur zuschauen, sondern die Initiative ergreifen und zupacken. Damit zeigen die Angehörigen der Feuerwehren Zivilcourage und greifen immer dann ein, wenn andere in Not geraten sind. (car)

 

Übungszeit:  21. September 2010, 20.00 Uhr
Ort:  Fa. Rädlinger Windischbergerdorf
Dauer:  1 Stunde 30 Monuten
eingesetztes Gerät:  TLF 16/25, Kindergartenbus, Überdrucklüfter, Schlauchmaterial, Schaummittel, 2 PA, Rettungstuch
eigene Einsatzkräfte:  18
teilnehmende Feuerwehren:  alle Feuerwehren des KBM-Bereichs Cham 3/4


 
 
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Letzte Änderung: 05. Oktober 2010 von Webmaster
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